Home Kontakt Für Fördermittelgeber
Beraterkarte News-Ticker Presse-Ticker Starthilfe Veranstaltungen Aktuelle Umfragen
detaillierte Beratersuche
Beratung anbieten Ihr Berater-Account
  Home » Umfrage: Fördermittelszene für Förderung von Betriebsübernahmen Freitag, 18. Mai 2012   
Fördermittelberater für
Außenwirtschaft (5)

Existenzgründer (156)

Finanzierung (56)

Forschung & Entwicklung (21)

Personal (18)

Sanierung (38)

Übernahme (24)

Umwelt & Energie (15)

Vertrieb (33)

Wachstum (82)

Sonstige (1)

Fördermittelberater in
DIE FÖRDERMITTELZEITUNG

DIE FÖRDERMITTELZEITUNG
Jede Woche neu - hier online lesen
oder kostenlos abonnieren.

Durchstarten als Freiberufler
Presse-Ticker
(BUND) 1. April - Stichtag für neue Sanierungs-Förderung
Montag, 02. April 2012

(NRW) 224.000 Euro für eiliges Kurparkprojekt
Samstag, 31. März 2012

(BUND) Fördermittel für E-Mobilität werden knapp
Mittwoch, 28. März 2012

(BUND) Zuviel Geld für die Erforschung von Bio-Möhren?
Dienstag, 27. März 2012

(Bremen) Kommunale Sportförderung wird fokussiert
Dienstag, 27. März 2012

Umfrage: Fördermittelszene für Förderung von Betriebsübernahmen
Donnerstag, 05. Mai 2011
 
Die große Mehrheit der Fördermittel-Szene befürwortet staatliche Fördermittel für die Übernahme von Unternehmen: Mehr als 70 Prozent halten entsprechende Förderprogramme für sinnvoll. Nur etwa fünf Prozent finden dies nicht. Immerhin 13 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich eine Förderung auf Beratung und Informationen beschränken solle. Interessant dabei ist, dass sich bei Befürwortern und Ablehnern das Verhältnis Berater/Unternehmer fast umkehrt: Der Berateranteil beträgt bei den Befürwortern 60 Prozent (Unternehmer 36 Prozent), bei den Ablehnern nur 30 Prozent (Unternehmer 60 Prozent).
 
Viel Unterstützung gibt es für die Idee, dass die Übergabe von Unternehmen an die Mitarbeiter gefördert werden soll: Fast 41 Prozent befürworten dies. Die Forderung, Übernehmer auf Eignung zu prüfen, unterstützen etwa 37 Prozent aller Befragten. Besonders Berater legen darauf wert (55 Prozent), während Unternehmern (39 Prozent) und Freiberuflern (32 Prozent) dies weniger wichtig ist. Den Teilnehmern der Umfrage ist dabei nicht wichtig, ob eine Übergabe innerhalb- oder außerhalb der Familie stattfindet. Nur 9 beziehungsweise 13 Prozent finden, dass eine der beiden Übergabe-Varianten verbindliche Voraussetzung für eine Förderung sein soll.
 
Neben den vorgegebenen Antworten konnten die Teilnehmer auch optional frei Antworten angeben. Diese enthalten wertvolle Hinweise und geben Erfahrungen weiter, so dass wir diese in der Nachfolge dartellen:
  
Meinungen der Befürworter 

„Mit Fördermitteln kann erfolgreich gegen Betriebsaufgaben aufgrund von fehlenden Nachfolgeregelungen vorgegangen werden. Dies schließt sowohl Übernahmen durch Mitarbeiter als auch von Außenstehenden ein.“

 „Es muss gewährleistet sein, dass nur Übernahmen für solche Unternehmen gefördert werden, die auch eine entsprechende Marktperspektive besitzen. Durch die Fördermittel darf kein "Sterben auf Raten" unterstützt werden. Generell ist es aber hilfreich, denn die Finanzierung für Existenzgründer ist ja auch nicht gerade einfach....“

„Viele Unternehmensübernahmen wären ohne Fördermittel gar nicht möglich.“

„Teilweise sind Betriebsübernahmen schwierig zu finanzieren. Vor allem wenn die Grundstücke und Gebäude bei den Eltern/Vorbesitzern bleiben und nur rein die Assets übernommen werden. Gerade bei Risikobranchen (Autohandel, Transportunternehmen etc.) ist dies schwierig.“

„Ich denke der Erhalt der einzigartigen KMU-Landschaft in Deutschland ist es aus vielen Gesichtspunkten her wert gefördert zu werden.“

„Jeder, der das Zeug hat, Unternehmer zu sein und nicht über das notwendige Kapital verfügt, sollte gefördert werden. Das gilt neben Neugründung auch für die Betriebsübernahme, weil das ein Vorgang mit vielen Fallen sein kann.“

„Unter Bezug auf die mit Basel III zu erwarteten verstärkten Finanzierungsengpässe bei der Finanzierung von Firmenübernahmen / Existenzgründungen kommt der Staat nicht umhin, über Eigenkapitalersatz- und Bürgschaftsunterstützung / Haftungsbefreiung zu unterstützen. Die Banken können (Eigenkapitalunterlegung) oder wollen (Optimierung der Rendite) sonst keinen Mittelstand mehr finanzieren.“

„Fördermittel ja generell. Der Erwerber benötigt eine Bankfinanzierung bei einer Bank, für die er häufig neuer Kunde ist und die skeptisch hinsichtlich seiner Geschäftsführung ist. Das Risiko der Bank zu begrenzen, halte ich für unbedingt erforderlich. Dem Übernehmer sollen die gleichen Förderungen wie einem Existenzgründer zustehen.“

„Das unternehmerische Risiko können auch Fördermittel nicht vermeiden. Aber den Schritt ins Unternehmertum auf der Basis einer bis dahin fremden Unternehmenskultur kann fördern. Eine bestehende Mannschaft muss auch erst überzeugt werden, den richtigen "neuen" Chef zu haben.“

„Ich bin der Meinung, dass viele Übernahmen ohne die Förderprogramme der Länder gar nicht stattfinden würden. Hierzu habe ich zahlreiche Beispiele aus der Praxis. Der Staat ist letztlich auch ein hauptsächlicher Nutznießer, wenn er Arbeitsplätze erhält und Übernahmen durch besicherte Darlehen erleichtert.“
"Fördermittel für Betriebsübernahmen sollten nur in Zusammenhang mit einer personenbezogenen Existenzgründung gefördert werden.“

 „Es ist und bleibt in diesem Rahmen ein va banque Spiel. Grundsätzlich halten wir es für richtig "alteingesessene" Unternehmen die Übergabe bestmöglich zu gestalten.“

 „Etablierte Unternehmen verschwinden am Markt, wenn nicht rechtzeitig sich um die Unternehmensnachfolge gekümmert wird. Ideal ist ein Zeitraum von drei bis fünf Jahren von Nachfolgesuche, Einarbeitung und Übergang, dann ist auch genügend Zeit für "Ehrenrunden"..."

„Desweiteren wäre es wirtschaftlich von größtem Nutzen, wenn klein- und mittelschichtige Betriebe stärker als bisher gefördert würden; und Fördermittel für Konzerne / Großunternehmen nur noch Partiell und nach genauer Prüfung des zu Fördernden Bereiches dort vergeben werden.“

„Ich war als kaufmännischer Leiter eines mittelständischen Chemieunternehmens für die Übernahme eines Konkurrenzunternehmens (auch Familienunternehmen) verantwortlich, das ohne Fördermaßnahmen des Landes und (indirekt des Bundes) nicht zustande gekommen wäre.“
„Öffentliche Fördermittel ermöglichen den Bestand von Unternehmen und für engagierte jung Unternehmer den Aufbau und die Weiterentwicklung von bestehenden Unternehmen ohne die lange Phase eines kompletten Neubeginns.“
  
Befürworter mit Einschränkungen
 
„Entweder generell oder gar nicht, sonst müsste man Wettberwerbsverzerrungsargumente entkräften. Eine Prüfung halte ich für Unsinn ... Rückzahlungsandrohung bei Misserfolg sollte ausreichen.“
 
„Die Vergabe von Fördermittel sollte nur nach wirklich genauer Prüfung vergeben werden. Auch sollten nach Vergabe der Fördermittel weiterhin Prüfungen durch geführt werden. Die Vergabe von Fördermittel sollte auch individueller gestaltet werden.“
 
Von Starthilfe BW bis hin zu GuW oder KFW Gründerkredit plus Beratungsförderung "Landescoaching BW" gibt es da viele Möglichkeiten. Die Eignung ist heute schon Voraussetzung, jedoch wollen viele Übergeber erst zu spät übergeben. Da gibt es zu wenig Motivation. Gut finde ich das Beispiel in der Landwirtschaft. Rente gibt es erst, wenn Übergeben WORDEN ist. Eine Altersgrenze für Übergeber ab 2013 wäre auch gut. Ansonsten sind die ganzen Fördermittel nichts Wert, da der Übergeber an der Macht bleiben will. Der Ansatz der Nachfolgemoderatoren bei IHK und HWK ist auch nur ein "...wir haben da" im Sinne von Politik. Mit Nachfolge Baden versuche ich die Familienmitglieder zu motivieren, früh an der Türe zu kratzen oder eben bei anderen Unternehmen Erfahrung zu sammeln. Wer geht, nimmt dem Übergeber die Sicherung: "..was will der/die ohne mich...". Dadurch verbessern sich die Chancen und die Anerkennung der Übergeber. Die Mitarbeiterbeteiligung wird durch die 50 Prozent  bzw. Mindergrenze behindert und hat folglich nur Sinn bei vorhandenem Eigenkapital. Für den Mitarbeiter wird es einfach kompliziert. Das Ansparmodell für Betriebsnachfolger wird auch nicht steuerlich unterstützt und somit für den Übergeber verteuert. Ganz zu schweigen von der Nachfolge ab dem 2. Verwandtschaftsgrad bzw. außerhalb der Blutlinie. Mein Favorit ist nach wie vor die Steuerfreigrenze von TE 300 bis 500 für Familienangehörige bis zum 3. Verwandtschaftsgrad nach unten gestaffelt. Bernhard Gehri.
 
„Unentschlossen.... In jeder der Antworten liegt ein bisschen Wahrheit. Wichtig ist, dass damit nicht feindliche Übernahmen gefördert werden. Richtig ist, dass damit bestehende Arbeitsplätze und Strukturen gestärkt werden, was ich sehr positiv sehe.“
 
„Betriebsübernahmen sind sehr individuell. Ich halte eine Förderung in jedem Fall für gut, um diese schwierige Phase zu unterstützen. Jedoch sollte die Förderung individuell anzupassen sein.“
 
„Fördermittel spielen in der Übernahmefinanzierung meist eine untergeordnete Rolle, da diese meist viel zu langsam sind, um in die Finanzierung integriert zu werden. Es sollte aus der Sicht der Förderung einen einheitlichen Wertansatz geben. Wenn eine Übernahme scheitert, dann an zwei Dingen: Einem zu hohen Kaufpreis, der die Verschuldung des Unternehmen übertreibt und am Wegbrechen des Umsatzes, da es einen anderen Inhaber gibt und die guten Kunden sich Gegenangebote einholen und dann oft abwandern.“
 
„Mehrheitlich gehen Unternehmen in Fremdnachfolge. Wenn Familiennachfolge, dann ist die jetzige Erbschaftssteuer kontraproduktiv. Die Auflagen und Hemmnisse können Förderprogramme nicht mildern. Das Beratercoaching bei Unternehmensnachfolge ist gut und sinnvoll.“
 
„Ich kann mich für keinen Punkt entscheiden. Förderungen sollten erfolgen, aber Ihre Formulierung "ganz generell" finde ich nicht zutreffend.“
 
„Fördermittel für Betriebsübernahmen sollte es nur in strategisch wichtigen Bereichen geben, zum Beispiel die Förderung einer "Landarztpraxis" oder Handwerksberufe, deren Niedergang im Zuge der Zentralisierung die regionale Versorgung gefährden.“
 
„Das Thema ist sehr schwierig. Meiner Meinung nach sollte eine Einzelfallprüfung erfolgen, um ggf. eine Förderung zuzulassen, zum Beispiel: Welche Ziele verfolgt der Nachfolger? Werden die Mitarbeiter übernommen?“
 
„Der Erhalt von kleinen und mittleren Unternehmen finde ich richtig. Man sollte dies an die Erhaltung der Arbeitsplätze binden und sich auch an die Maßgabe der Programme halten und die Förderwürdigkeit prüfen.“
  
Ablehner einer Förderung von Übernahmen
 
„Rausgeschmissenes Geld! Hier kann so richtig gespart werden - und zwar durch Streichung der Förderung. Der Staat sollte aufhören, das Kalkül zu stören und Steuermittel zu verprassen. Außerdem ist die EU zu Recht sauer.“
 
„Es ist schwer, aber es bekommen die Säue- Perlen zugeworfen...oder anders ausgedrückt manche Menschen greifen die Fördermittel ab und lassen das Unternehmen dann sterben!“
 
„Wenn ein Unternehmen so geführt wurde, dass es seinen Kunden einen Nutzen bringt, ist es für potenzielle Nachfolger interessant, und wird auch ohne Fördergelder übernommen. Wenn nicht, dann besteht hier auch kein Nutzen für die Allgemeinheit. Die guten Mitarbeiter werden nach Schließung sehr bald eine neue Aufgabe finden bei der sie sich verwirklichen können.“
  
Weitere Aussagen
 
„Die Antwortmöglichkeiten decken nicht alle möglichen Aspekte ab.“
 
„Man sollte generell die Prozesse, Beantragung, Voraussetzungsgrundlagen so einfach wie möglich gestalten. Dabei meine ich insbesondere einen neuen Weg, u.a. endlich auf Hausbanken in der Beantragungsphase als Voraussetzung zu verzichten. Bevorzugt behandelt sollten Existenzgründer und Re-Starter werden.“
 
„Fördermittel jeglicher Art sind grundsätzlich Steuerungsversuche, die auch immer missbraucht werden können, und das, um so leichter je augeklügelter die Festlegungen zur Förderung sind. Damit ist die hinter der Fördermaßnahme stehende Absicht meiner Ansicht nach ausschlaggebend.“
 
„Eine Übernahme ist mit Geld allein noch lange nicht in trockenen Tüchern. Im Kaufmännischen sind 85 Prozent der Bewerber an sich überfordert und leiden an Selbstüberschätzung.“
 
„Den von Ihnen zuletzt genannten Punkt finde ich persönlich überflüssig. Denn nur ein qualifizierter Nachfolger, sollte sich eine Übernahme zumuten, sowohl zum Wohle des Unternehmens, als auch für sich selbst.“
 
„Das ist nicht so ganz einfach. Es besteht die Möglichkeit, dass ein begabter Handwerker eine Firma übernehmen will, aber dementsprechend keine Ausbildung hat, die Arbeit ihm aber wie von selbst geht. Andersrum gibt es welche, die es nur auf die Fördermittel abgesehen haben, aber kein wirkliches Interesse an der Firma haben.“
 
„Die Mitarbeiter haben einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens geleistet. Deshalb sollten sie auch über die Nachfolge mitbestimmen können.“ 
 
 Die Umfrage wurde im April 2011 mit einem Online-Fragebogen durchgeführt. Die Teilnehmerzahl betrug 189 Personen.

 Vielleicht ist dieser Artikel auch für Ihr Soziales Netzwerk interessant? Informieren Sie Ihre Kontakte ganz einfach mit dem entsprechenden Button:





Artikel-Statistiken:
1336 Besucher haben diesen Beitrag bereits gelesen.
0 Besucherbeiträge zu diesem Thema
zurück Ihre Meinung zu diesem Beitrag


Ist das Ihr Berater?
Reinhard Jesberger
Reinhard Jesberger
80687 München
Anfrageticker
Für Sie auch bei XING
Die Gruppe Fördermittel in
Bitte empfehlen Sie uns weiter


Chancen
ESF Deutschland
LFA Förderbank Bayern
Mittelstandsprogramm
Bayern International
KMU Akademie
EMCRA
Businesswissen
Redaktion Buttenmueller